Die Macht der Möglichkeit

Wer schon einmal eine längere Dürrephase erlebt hat, sei es geschäftlich oder im privaten Bereich, kennt vielleicht das Gefühl, dass sich einstellt, wenn man „über’n Berg“ ist.

Wenn sich der Vorhang nach monatelangem Gezweifel hinter der Bühne des Lebens endlich hebt, gibt es kein Zurück mehr. Im Spotlight des Bewusstseins, vor himmelblauem Horizont liegen alle Möglichkeiten, man muss nur noch zugreifen!

Das ist dann, als würde man sich mit einem Mal -Pluff!-  in einem runden Raum wiederfinden, in dem es rundherum undendlich viele Türen gibt, die man alle öffnen darf und bei denen es zunächst einmal völlig egal ist, in welcher Reihenfolge man dies tut.

Dieser Moment des Erkennens der Möglichkeiten, die sich einem bieten, wenn man das Zauberwort, den Schlüssel, des Rätsels Lösung gefunden hat, geht runter wie Öl, finde ich. Im Inneren klar auf ein Ziel ausgerichtet, wird man intuitiv das tun, was zur eigenen Entwicklung und auf dem Weg zum betreffenden Ziel nötig ist. Ich glaube, das kennt jeder. Das Gefühl, dass ALLES richtig ist, was man auch tut.

Wenn man sich ein wenig aklimatisiert hat in diesem neuen Zustand der Möglichkeitserkenntnis geht’s nur noch darum, die einzelnen Türen aufzumachen. Und das tut jeder Mensch auf seine eigene Art und Weise. Einer macht einen Plan: von rechts nach links rum die Türen öffnen, oder von links nach rechts, intuitiv einfach durcheinander alle Türen öffnen oder gleich die eine, durch die man schließlich gehen will.

Sei es im Berufsleben oder in Beziehungen, was den eigenen spirituellen Weg betrifft, oder Talente, die man weiterentwickeln will: ich gehe davon aus, dass es nicht um das WIE geht, sondern darum, DASS man seine Möglichkeiten ausschöpft, wenn man einmal im Raum der Möglichkeiten angekommen ist.

Dabei ist dies natürlich nur ein Bild für die Klarheit, die sich am Gipfel einer Krise einstellt, einstellen muss.

Dass Krise auch „Zuspitzung“ bedeutet, erinnert mich in diesem Zusammenhang an einen Laserstrahl. Erst wenn das Bewusstsein sich in Momenten der Klarheit bündelt, erkennt man überhaupt, dass man sich längst im Raum der Möglichkeiten befindet. Und dann geht der Spass los!

Wer beispielsweise über Jahre hinweg unsicher war, was seine berufliche Ausrichtung betrifft, wird jubeln, wenn sich der Zustand, den ich da beschreibe einstellt. Wer schonmal die Zahnräder seines Lebens hat schnurrend ineinandergreifen sehen, nachdem er sich ein Ziel gesetzt hat, wird wissen, was ich meine.

Viel Spass bei den letzten Metern! Oder auch beim Abstieg zurück in die Welt der materiellen Begrenzungen! Wenn man sich einmal klar gemacht hat, dass man nur zu den Gipfeln des Lebens kommt, wenn man auch durch die Täler gegangen ist, lebt sich’s gleich viel befreiter und auch viel optimistischer:-).

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2 Antworten to “Die Macht der Möglichkeit”

  1. Karin Lehmann Says:

    Liebe Sonia,

    In meinem Fall mache ich immer die Tueren zuerst auf, die am aufregendsten scheinen. Selten in Reihenfolge🙂

    Danke fuer den tollen Beitrag!

    Karin

  2. Gisela Henning Says:

    Deine Sprache berührt die Kammern der Seele, schön! Auch wenn man grad im Sumpf fest steck, macht dein Beitrag Lust, mal wieder nach Türen zu suchen. Danke!

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