Selbstbeherrschung vs. Selbstmeisterschaft

Ich war neulich gerade dabei, meine Erfahrungen in der aufregungsfreien Zeit zu sortieren, da fragte mich Jens vom fiftyfiftyblog, ob ich einen Gastbeitrag zum Thema emotionale Entgiftung bei ihm veröffentlichen will.

Natürlich freue mich mich über die Einladung und nun findet ihr den Erfahrungsbericht zu meinem Selbstversuch an dieser Stelle im fiftyfiftyblog.

Dort beschreibe ich, was ich erlebte, während ich weniger durch Verdrängung sondern hauptsächlich durch das Einnehmen einer anderen Haltung alle Palmen links liegen lassen konnte, auf die ich sonst immer gehe. Eine neue und wichtige Erfahrung für zukünftige Wanderungen durch den alltäglichen emotionalen Palmenwald!

Selbstmeisterschaft vs. Selbstbeherrschung

Mir wurde in der Woche einmal mehr deutlich, dass es einen himmelweiten Unterschied gibt zwischen Selbstbeherrschung und Selbstmeisterschaft.

Bei der Selbstbeherrschung bleibt unter der Oberfläche alles gleich, Aufregung, Wut, whatever wallt in einem auf. Mit der nötigen Selbstbeherrschung holt man sich selbst wieder von der Palme runter. Ob mit Atemübungen, Sport, lauter Musik oder Meditation.

In meiner aufregungsfreien Woche bin ich einen Schritt weitergegangen: ich habe nicht erst bei den wallenden Emotionen angesetzt und versucht sie zu beherrschen, einzudämmen oder zu verändern, sondern ich habe schon vorher – beim Beurteilen der jeweiligen Situation – eine andere Brille aufgesetzt, um die Dinge so zu betrachten, dass sie mich nicht aufregen. Eine neue Haltung, wichtiger Schlüssel!

Erst Selbstrealisation, dann Selbstmeisterschaft

Ich würde sagen, zur Selbstmeisterschaft muss man sich zunächst mal ganz gut selbst kennen und beobachten, wie Verstand, Emotionen und der Rest von ett Janze zusammengesetzt sind. Dann kann man damit herumprobieren:-) bis es passt.

Für mich ist also ein solcher Selbstversuch ein Weg, weitere Aspekte meiner emotionalen Intelligenz zu fördern und meine innere Landschaft und ihre Natur besser kennenzulernen. Potential dazu hat in meinen Augen jeder Mensch und ich muss sagen, die befriedigenste Arbeit, die ich mir vorstellen kann, ist die Arbeit an mir selbst, weil sich immer auch meine Beziehungen verändern, wenn ich wieder einen inneren Quantensprung gemacht habe.

Davon ausgehend, dass unser westliches Weltbild und Bewusstsein erst seit wenigen Jahren die Emotionen als wichtige Eigenschaft der menschlichen Art aufgenommen hat, gibt es mehr und mehr Ressourcen zum Thema, was ich sehr begrüße. Zu lernen, seine Emotionen zu meistern, ist wohl eine Aufgabe, die vor vielen Menschen liegt und mir persönlich wär’s auch recht gewesen, wenn ich damit bewusst schon in der Pubertät hätte anfangen können, Schulfach „Emotionen“ sozusagen:-).

Die Übernahme von Verantwortung für die eigene Haltung, Gedanken und Emotionen ist eine Grundvoraussetzung für Fortschritt beim Handling. Ich finde, damit kann man nicht früh genug anfangen.

Weitere Artikel in diesem Blog:

Selbstversuch: Der aufregungsfreie Tag

Spiegelneurone Part 1

Buch/Webempfehlungen:

„Emotionale Intelligenz“ Daniel Goleman

Die menschlichen Emotionen – Arbeitsblätter

„Die spirituellen Übungen von Eck“ Harold Klemp  u.a. Sit Ups für Seele, Verstand und Emotionen

„Wenn das Leben dir Zitronen gibt, frag nach Salz und Tequila“ Sonya Kraus einige großartige Strategien, um den Palmen des Lebens fern zu bleiben

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