Herbst-Winterdepressionen vorbeugen – Vitamin B, Johanniskraut und Senf

Der Sommer 2010 ist in Deutschland soweit durch. Er war hier bei uns auch nicht wirklich lang und jetzt steht schon wieder bewölkter Himmel an und die Weihnachtsschoki in den Supermarktregalen.

Dass weniger Licht zu einer verminderten Ausschüttung von Serotonin, dem sogenannten Glückshormon, im Gehirn führt, haben wir alle sicher schonmal irgendwo gehört. Vielleicht wird deshalb ja soviel Schokolade gefuttert in dieser Zeit… Das kann aber noch nicht alles sein, was der Mensch tun kann, um nicht dem berühmten Winterblues zu erliegen.

Im Laufe der Jahre habe ich mir -teilweise instinktiv- bestimmte Nahrungsmittel(kombinationen) auf den herbst- bzw. winterlichen Speiseplan gesetzt, die es in meinem Fall fertigbringen, dass ich trotz weniger Licht, nicht depressiv werde.

Ich esse im Winter z.B. viel mehr Käse, Fleisch und auch Fisch.

Der Körper stellt Serotonin aus der Aminosäure L-Tryptophan her und nimmt Tryptophan (welches z.B. in Käse, Fleisch, Fisch etc. enthalten ist) leichter auf, wenn man gleichzeitig Kohlehydrate isst!

Ha! Den Sommer über Trennkost und ab Herbst dann wieder die Kartoffeln auf den Teller, da freue ich mich ja wieder mal über meinen Instinkt, denn genauso mag ich das im Winter! Schön 4 Kilo anfuttern🙂 und Tryptophan!!!

Auch Quark und Nüsse sind übrigens Tryptophanhaltig, kein Wunder also, dass man Weihnachten ordentlich Nüsse findet überall:-)

„Tageslicht-Lampen“ für Innenräume ?

Jeder reagiert wohl anders auf die Herbst und Winter-Lichtsituation. Je nach Typ und Stoffwechsel, würde ich sagen. Ratsam ist es für von Winter Depressionen betroffene Menschen, sich Ausgleich für den Lichtmangel zu besorgen.

Es gibt ja heute schon spezielle Lampen, die fast dasselbe Spektrum abdecken, wie Tageslicht. Das ist sicher auch eine tolle Sache für CallCenter oder Großraumbüros, wo normalerweise ganzjährig der Neon-Frust herrscht. Und länger halten sollen diese True Light-Lampen auch.

Ich selbst gehe im Herbst und Winter auch bei Kälte gerne mal spazieren, Luft und Licht gibt’s nämlich noch – wenn auch an Licht nicht ganz soviel wie sonst.

Über die Ernährung kann man auch einiges ankurbeln im Körper, was sich positiv auf die Stimmung auswirkt.

Hier sind meine Favoriten (dies soll kein medizinischer Tip für alle sein, sondern anregen, selbst mal zu schauen, wie man das bekommt, was einem in der dunklen Jahreszeit oft fehlt).

Vitamine

Ich habe generell sehr gute Erfahrungen mit Vitaminen gemacht. Insbesondere wirkt sich bei mir ein Vitamin B-Mangel sehr stark auf die Stimmung aus, so dass ich zumindest im Herbst regelmäßig eine Vitamin B-Kur mache, um meine Reservoirs aufzufüllen. Alle reden immer von C und D und A. Das Vitamin B ganz wichtig ist, stimmt nicht nur m Business!

Vitamin B-Mangel ist generell eine häufiger Faktor bei Depressionen, der jedoch nicht genug bekannt ist, wie ich finde.

Ich selbst hatte schon Erfahrungen mit den neurologischen Auswirkungen dieses Mangels. Zittern oder Kribbeln im Bein, Depressionen und sogar ein Lhermitte-Zeichen, dass normalerweise ganz krasse Dinge wie MS oder einen Tumor im Rückenmark anzeigen kann. Ich musste mich sogar mal einer MRT unterziehen, weil mein Arzt einen Vitamin-(B) Mangel gar nicht in Erwägung zog, sondern eine Entzündung des Rückenmarks vermutete.

Wie soll ich sagen: „erstmal den Vitamin B-Mangel ausschließen“ oder so ähnlich stand auf fast jeder Webseite, die ich auf der Suche nach meinen diffusen Symptomen seinerzeit gefunden hatte.

Auch bei den B-Vitaminen gibt es natürlich individuelle Unterschiede, daher würde ich dem Laien immer empfehlen, mit seinem Arzt oder Ernährungsberater zu sprechen, besonders, wenn Kankheiten vorliegen. Bei Diabetes z.B. haben Studien nachgewiesen, dass Vitamin B sogar gefährliche Auswirkungen auf die Nieren haben kann und das Schlaganfallrisiko erhöht! Außerdem ist ein chronischer Mangel nur mit Hilfe eines Artztes/Labors herauszufinden.

Über die Wirkweise und Funktion der B-Vitamine kann man im Internet eine ganze Menge nachlesen.

Hier geht es zu einer recht ausführlichen Übersicht zu Nahrungsmitteln und den Vitaminen, die diese enthalten.

Schüsslersalze – und: Senf!

Durch ein Buch über die Schüsslersalze von Monika Helmke Hausen kam ich drauf, wieso ich SO dermaßen auf Senf abfahre! Insbesondere in der kälteren Jahreszeit. Senf scheint nicht nur entzündungshemmende Stoffe zu beinhalten -wie beispielsweise auch Honig-, sonder auch solche, die den Organismus und seine Zellen „durchlichten“. So machte es plötzlich also irgendwie Sinn, dass ich besonders im Winter alle möglichen Senfsorten im Kühlschrank habe und zu Fleisch sowieso am liebsten Senf esse.

Bei den Schüsslersalzen handelt es sich übrigens um Mineralstoffe, die potenziert eingenommen werden. Das ist sicher nix für diejenigen, die sich mal eben „ne Pille“ einwerfen wollen, da man doch sich selbst als Ganzes betrachten muss, will man Erfolg bei der Anwendung haben.

Wikipedia sagt dazu, dass die Wirkung der Schüssler Salze nicht wissenschaftlich bewiesen ist. Muss sie für mich persönlich auch nicht sein, ich mache meine eigenen Erfahrungen und gehe einfach mal davon aus, dass die gesamte Pharmaindustrie einpacken könnte, wenn die Wirkweise eindeutig nachgewiesen wäre. Meine Mutter hat mit Schüsslersalzen ihre Arthrose-Schmerzen in den Griff bekommen und ich wende regelmäßig erfolgreich Nr. 7 bei Regelbeschwerden an, gegen die Bauchkrämpfe.

80 Tabletten Schüssler Salz (hoch potenziert, von denen man oftmals nur 1-2 pro Mischung mit heißem Wasser braucht) kosten knapp 4 Euro. Wer würde da noch Medikamente nehmen…:-)

Das Prinzip, sich nicht nur den Körper anzuschauen, sondern sich auch psychisch/geistige Symptome näher anzusehen, ist eher etwas für Menschen, die ganzheitlich unterwegs sind und sich durchaus einen Reim drauf machen können, dass psychischer Stress, Lichtmangel, Arbeitslosigkeit, Liebeskummer oder eine Beziehungskrise sich im Körper auch auf der Zellebene bemerkbar machen und so zu Krankheiten führen können.

Das Buch von Monika Helmke Hausen habe ich im Küchenschrank und ich mache seit ca. 7 Jahren sehr gute Erfahrungen mit den 12 Grundsalzen nach Schüssler.

Selbstverantwortung heißt auch hier das Zauberwort bei der Anwendung zu Hause. Ein erfahrener Heilpraktiker kann hier sicherlich zu den richtigen Dosierungen und Potenzierungen raten. Meine Erfahrung ist, dass sich die meisten Salze auch eigenen, mehr über sich selbst zu erfahren.

Einfach mal selber stöbern gehen und schauen, ob das was Hilfreiches ist.

Johanniskraut

Ich kann auch Johanniskraut gegen trübe Stimmung wärmstens Empfehlen. Ich habe immer Johanniskraut-Tee da und wenn ich z.B.  ruhig liege (mit trüber Stimmung..) und eine Tasse trinke, kann ich mir selbst quasi bei Aufhellen zusehen und zuhören.

Johanniskraut wird häufig auch bei PMS angewendet und viele Frauen kennen es bestimmt.

Wichtig hier ist, dass man es nicht einnimmt, wenn man vorhat, in die Sonne zu gehen! Man verbrennt dann nämlich ziemlich schnell, weil Johanniskraut eine phototoxische Wirkung hat – die Lichtempfindlichkeit steigert. Und das wiederum passt ja wunderbar zur Anwendung in der dunkleren Jahreszeit: bei weniger Licht kann sicher eine höhere Lichtsensibilität nicht schaden🙂

Es gibt bestimmt jede Menge Geheimrezepte und Mittelchen für die Herbst- und Winterzeit. Wer noch was weiß, ist herzlich eingeladen, einen Hinweis als Kommentar zu hinterlassen.


Und wie bei allem gilt natürlich auch hier: zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihren Artzt oder Apotheker UND schalten Sie auf alle Fälle auch ihren Instinkt und gesunden Menschenverstand ein!


Vitamin Lexicon – die wichtigsten Vitamine in unseren Nahrungsmitteln

Umfangreiche Sammlung von Infos rund um Obst und Gemüse nach Farben

Biodirekt – liefert Obst ins Büro

Netdoktor zu Winterdepression

Institut für Medizinische Diagnostik Berlin – Vitamin B

Ein langes Leben – Artikel zu Vitamin B12 Mangel

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Eine Antwort to “Herbst-Winterdepressionen vorbeugen – Vitamin B, Johanniskraut und Senf”

  1. heilpraktikerin Says:

    liebe soniadeluxe,
    das ist ein wirklich umfangreich informativer Artikel! Glückwunsch!
    Würde mich freuen, wenn Sie auch mal auf meinem Blog vorbeischauen : )
    herzlichst, heilpraktikerin

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