Die Kunst der Grenzüberschreitung – die 1.

Ich beschäftige mich seit 2007 mit der Möglichkeit, irgenwo draußen auf der Wiese ein Gerät hinzustellen, welches einen Ventilator, der in einer aufblasbaren Figur integriert ist, mit Strom versorgt. Benötigt wird in etwa soviel Strom, wie ein Föhn braucht:-)

Beim Institut für Halbleitertechnik der RWTH in Aachen wurde mir damals sehr freundlich erklärt, wie ich das alles wunderbar mit einem Solarkollektor schaffen könnte. Ein Studiprojekt daraus zu machen wurde mir angeboten. Ich fand das super nett und war sehr überrascht über das große Interesse des Institutsleiters und seine Kooperationsbereitschaft. Ich liebe die RWTH!

Er hat mir einfach alles erklärt, was eine Menge war, da ich keine Ahnung hatte von Siliciumblubberbla und sonstigen Beschichtungsfragen, keine Ahnung davon, daß so ein Solarkollektor zwar jede Menge Strom erzeugen könnte, aber leider in dem ganzen Prozess jede Menge Energie verlorengeht wegen irgendwelcher Widerstände und daß ich daher einen enorm großen nehmen müßte, um den Strom rauszubekommen, den ich damals zu benötigen glaubte.  Ja, da muss noch dran weitergeforscht werden, bevor das alles optimal Sonnenenergie in Strom umwandelt. Ebenso an meinem Kunst-Konzept muss ich noch feilen.

Ich habe mein Konzept letztes Jahr erstmal in die Schublade gelegt und recherchiere seitdem ab und an, wo die Technik inzwischen steht, da ich zu der Erkenntnis gekommen bin, daß manchmal Gutding Weile braucht, zumindest hier auf dieser Welt:-)

Während meiner Recherche fand ich schon so einiges. Vor allem interessant für die Stromerzeugung finde ich einen Magnetmotor, der einmal angeschoben, durch die Abstoßung der Magnete (oder Anziehung) dreht und sich selbst und den Ventilator mit Strom versorgen könnte. Ich denke auch darüber nach, mein Objekt aus Solarfolie herzustellen, statt aus Latex. Latex und den Solarkollektor habe ich inzwischen fast ganz verworfen. So entwickelt sich mein Konzept stetig weiter und ob, wann und wie steht wahrscheinlich in den Sternen. Ich kann zwar keine Sterne deuten:-) – aber meine Vision weiter nähren. Und das tue ich.

Es handelt sich bei meinem Projekt um eine Soziale Skulptur und die Beteiligung möglichst vieler Menschen aus allen möglichen Disziplinen scheint hierbei immer mehr zum absoluten Schwerpunkt zu werden:-)

Leider scheint die Technologie weder beim Magnetmotor noch bei der Solarfolie bisher soweit zu sein, als daß ich einfach in den Energie-Supermarkt gehen könnte, um mir das Material bzw. Gerät zu kaufen. Ich werde hier wahrscheinlich sogar sehr auf die Hilfe von Fachleuten angewiesen sein. Vielleicht sogar irgendwann jemanden unterstützen, damit er mir endlich meinen Magnetmotor baut.

Diejenigen, die z.B. am Magnetmotor forschen, scheinen noch Probleme mit dem Material (vor allem der Magnete) zu haben und mit der optimalen Anordnung der Magnete. Außerdem haben sie noch nicht alle Verwendung für die Reibungswärme gefunden, die man ja auch nutzen kann.

Auch sonst scheint mir der Weg des Erfinders echt hart zu sein. Wenn sie nicht verleumdet werden als Spinner oder Betrüger, fehlt ihnen entweder das Geld oder aber sie haben was Geniales erfunden und haben dann Angst, es zu zeigen, aus Sorge, jemand könnte Ihnen die Idee stehlen.  Puh! Ich habe den Eindruck, hier geht es um ganz viele Faktoren. Nicht nur darum, die Naturgesetze richtig zu interpretieren. But anyway, das ist deren Job. Ich bin im Geiste mit großer Energie dabei:-) und warte nur darauf, mal so jemandem zu begegnen.

Ich hätte nie gedacht, daß ich mich mal so für Technik interessieren würde! Wie soll ich sagen, Kunst bildet und meine Verrücktheiten haben mich schon so manche (geistige) Hürde überwinden lassen. Zur Zeit fahre ich völlig auf Physik-Einsteiger-Vorlesungen aus Berkeley und Theoretische Physik Vorlesungen aus Stanford ab! Keine Ahnung, was mich da gepackt hat, mir schwant nur, daß ich vielleicht in einem früheren Leben schonmal damit zu tun hatte oder so:-)

Ganz toll wäre es, wenn ich eines Tages mein Kunst-Projekt mit der Markteinführung eines Magnetmotors oder Solarfolie mit den entsprechenden Eigenschaften (bedruckbar, dehnbar, schweißbar) kombinieren könnte. Öffentlichkeitswirksam, so wie ich das liebe. Mit schön vielen Brücken zwischen den Disziplinen:-)

Falls also irgendjemand irgendwann irgendwo Informationen zu o.g. Erfindungen, Entwicklungen findet, marktreif, dann immer gerne her damit. Hier in den Comments gerne einen Link hinterlassen. Dafür wäre ich sehr dankbar.

Gegooglet habe ich schon alles Mögliche und bis auf die „Energy by Motion“-Technologie scheint nichts davon a. zu funktionieren oder b. in naher Zukunft marktreif zu werden. Es wäre toll, zu erfahren, falls es doch irgendwo ein seriöses Unternehmen gibt, welches einen Magnetmotor für Otto-Normalverbraucher vertreibt, der auch funktioniert:-) oder von Solarfolie zu hören, aus der man aufblasbare Männekens herstellen kann, die sich selbst mit Strom versorgen.

Ja, das sind gleich zwei große Wünsche. Ich finde jedoch, ich darf das :-))))  Bei allem, was der Mensch schon so erfunden hat- keine Utopien sondern lediglich der Wunsch, die Werkzeuge zu finden, um mein Kunstprojekt irgendwann zu realisieren.

Dafür werde ich sicher noch so einige Grenzen überschreiten müssen…:-)

FF

Ein Bißchen was zum Magnetismus/ Magnetmotoren in progress….:-)

und ein Bißchen Stanford zur Quantenmechanik:

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Eine Antwort to “Die Kunst der Grenzüberschreitung – die 1.”

  1. Anonymous Says:

    Krass! Hatte ich garnicht gedacht…

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